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Kirche San Pietro

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…Die Kirche San Pietro in Gardola, befindet sich etwa 200m von der Ortschaft entfernt auf einem kleinen elliptischen Hügel und bewahrt noch heute den Beinamen "Burg", auch wenn man nach zahlreichen Nachforschungen , mit etwas Vorsicht, von einem weit antikeren Ursprung, in der römischen Zeit, ausgehen kann.

Vor den Ausgrabungen in den siebziger Jahren und von 1985-86, hätte nur der Altartisch, wenn man ihn genauer untersucht hätte, auf ein antikeres Datum schliessen lassen.

Der Altartisch, dessen Funktion, nach der Entweihung der Kirche unbekannt ist, besteht aus rosa Stein und nach mikroskopischen Untersuchungen, könnte er aus dem Tignaler Steinbruch des Monte Denervos stammen. Dies ist ein sehr interessantes Detail, denn in der Zone des Gardasees wurde im Hochmittelalter fast nur weisser Stein verarbeitet.

Im ersten Weltkrieg, wurde die Fassade demoliert, um dort Lastwagen unterzustellen und in den fünfziger Jahren wurde das Gebäude in ein Theater umgestaltet und der Altar ins Oratorium von Olzano transportiert, wo er sich auch heute noch befindet.

Anschliessend, beim Ausheben eines Grabens für den Suoffleurkasten, wurde ein gemauerter Schacht entdeckt, in dem sich ein Reliquenschrein aus Kalkstein befand. Der Schrein ist mit Kreuzen in einem einfachen kurvenförmigen Rahmen verziert und weist eine Sargform auf, die typisch für das IV Jahrhundert ist.

Von 1985-1986 wurde der Graben erweitert und brachte eine grosse, halbkreisförmige Apsis zu Tage. Die sich darin befindenden Strukturen wurden damals nicht gedeutet.

Im Jahr 2002, wurden die noch freiliegenden Ausgrabungen, schichtweise untersucht , wobei eine Sequenz festgestellt wurde, die durch weitere, intensivere Ausgrabungen im Jahr 2003 bestätigt wurde.

Diese Schichtfolge weist, was den Kultort betrifft, mindestens acht verschiedene Bauphasen auf: 1.): eine erste Kirche mit einem Krichenschiff, 2.): die Einfügung des Chorraums mit einer rechteckigen Umgrenzung und einem Schacht für die Reliquien, 3.): die Erneuerung des Chorraums in der romanischen Epoche, 4.):in der Epoche des späten Mittelalters, sehr wahrscheinlich im XVI Jahrhunderts, was die zahlreichen Paralellen zu anderen Kirchen am Gardasee bestätigen, wurde ein querverlaufender Bogen in der Mitte des Kirchenschiffes eingefügt, von dem die beiden Stützsäulen noch erhalten geblieben sind.5.): eine weitere Erneuerung im Bereich der Apsis im Verlauf des XVI Jahrhunderts, 6.):Anbau eienr Kapelle im südlichen Teil, etwa um die Mitte des XVII Jahrhunderts, 7.): der Wiederaufbau der Fassade, gleich nach dem ersten Weltkrieg. 8.): Umgestaltung in Theater….

Auszug aus dem Buch"mittelalterliche Kirchen und Höhlenansiedlungen in Tignale"von Gian Pietro Brogiolo und Monica Ibsen
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